22. März 2010 -Die Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) hat am 22. März 2010 den Zuschlag für das Vergabeverfahren über den Betrieb des BOS-Digitalfunknetzes an die Alcatel-Lucent Deutschland AG erteilt. Das Angebot des Unternehmens hatte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis.
Aufgabe des Betreibers ist es, die hohe Verfügbarkeit und Qualität des digitalen Funknetzes für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste für die kommenden 10 Jahre sicherzustellen. Mit dem Abschluss des Vergabeverfahrens Betrieb ist ein weiterer wichtiger Meilenstein beim Aufbau des BOS-Digitalfunknetzes erreicht. Den Einsatzkräften ermöglicht der Digitalfunk BOS eine verlässliche und moderne Kommunikation - und dies bundesweit: Es wird ein einheitliches Funknetz für alle Rettungs- und Sicherheitskräfte geben. Bereits heute ist der Digitalfunk BOS in Deutschland im Einsatz: Ob für Großveranstaltungen wie Fußballländerspiele, Volksfeste oder für tägliche Routineeinsätze. So sind gegenwärtig die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sowie die Städte München (Bayern), Köln (Nordrhein-Westfalen) und Stuttgart (Baden-Württemberg) "on air". Insgesamt haben bereits 13 Bundesländer Basisstationen in Betrieb genommen. Beide Netzverwaltungszentren des BOS-Digitalfunknetzes – in Berlin und Hannover – haben ihre Arbeit aufgenommen. Technisch basiert der Digitalfunk BOS auf dem Standard TETRA (Terrestrial Trunked Radio), der im europäischen Raum etabliert ist und für die besonderen Anforderungen der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben entwickelt wurde. Kein anderer Standard weist in Bezug auf Gruppenkommunikation, Netzverfügbarkeit auch im Katastrophenfall und Abhörsicherheit die gleichen Leistungsmerkmale auf. Auch die Datenübertragung – etwa von Fingerabdrücken – ist mit dem Digitalfunk BOS möglich. Derzeit bauen neben Deutschland acht weitere europäische Staaten landesweite TETRA-Netze auf, zum Beispiel Österreich, Schweden, Norwegen und Portugal. Das deutsche BOS-Digitalfunknetz – ausgelegt für die Kommunikation von 500.000 Nutzerinnen und Nutzern gleichzeitig – wird das größte flächendeckende TETRA-Netz weltweit darstellen. (Quelle: BDBOS)
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Vom 18. bis zum 20. Mai findet die PMRmobil 2010, einer Veranstaltungsreihe des Verbandes Professioneller Mobilfunk e. V. (PMeV), statt. Mit der PMRmobil setzt der PMeV seine in den Vorjahren erfolgreich eingeführte Veranstaltung TETRA on Tour unter verändertem Namen fort. Für den Namenswechsel hat der Verband sich entschieden, um der Themenvielfalt der Veranstaltungsreihe besser Ausdruck zu verleihen.
Die PMRmobil 2010 findet in folgenden Städten statt:
18. Mai: Bochum (RuhrCongress) - Programm
19. Mai: Hannover (Hotel Wienecke XI) - Programm
20. Mai: Nürnberg (Maritim-Hotel) - Programm
Der PMeV spricht mit der PMRmobil 2010 alle Anwender, potenziellen Anwender und Interessenten Professioneller Mobilfunksysteme an: Entscheider und Mitarbeiter von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Entscheider und Mitarbeiter von Unternehmen jeglicher Branche und Größenordnung, dabei insbesondere aus den typischen Anwenderbranchen wie Industrie, Energie, ÖPNV, Transport und Verkehr, Ver- und Entsorger. Der PMeV unterbreitet Ihnen mit der PMRmobil 2010 das Angebot, sich über aktuelle Projekte und technologische Entwicklungen zu informieren. Das Themenspektrum beinhaltet sowohl die vielfältigen technologischen als auch die organisatorischen Anforderungen professioneller Mobilfunkanwendungen. Zu den Vortragsthemen zählen unter anderem:
- BOS-Digitalfunknetz
- Aspekte der Objektversorgung
- Anwenderberichte
- TETRA und DMR
- Breitbandtechnologien und Leistungsmerkmale
- Anwendungen und Einsatzmöglichkeiten in TETRA-Netzen.
Für angemeldete Gäste ist die Teilnahme an der Veranstaltung kostenlos.
Weitere Infos und Anmeldung:
Anfahrtskizzen
Anmeldefax
Jochen Müller, Kommunikation & Public Affairs
0228 / 914560
Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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Berlin, 09.03.2010 - Die Entsperrung der Haushaltsmittel in Höhe von487,8 Mio. EUR durch den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages in seiner 12. Sitzung am 3. März bringt wieder Bewegung in das seit Monaten festgefahrene Vergabeverfahren für den Betrieb des Digitalfunknetzes der BOS. Auf Anfrage bestätigte heute eine Sprecherin der Bundesanstalt für den Digitalfunk (BDBOS) gegenüber der Fachzeitschrift „NET“, dass die Schreiben an die unterlegenen Bieter, die bei der Vergabe nicht berücksichtigt werden (dem Vernehmen nach sind das EADS/T-Systems und Nokia Siemens Networks) inzwischen verschickt wurden. Damit startet eine 14tägige Einspruchsfrist. Nach deren Ablauf könne - sofern vom Widerspruchsrecht durch die unterlegenen Bieter kein Gebrauch gemacht wird - der Vertrag über den Regelnetzbetrieb mit dem Gewinner der Ausschreibungabgeschlossen werden. Die Behörde geht nach derzeitigem Stand davon aus, dass das noch im März erfolgen kann.
Zu den Details der nichtöffentlichen Ausschreibung äußert sich die BDBOS weiterhin nicht.In Branchenkreisen hatte sich aber bereits Ende 2009 die Erkenntnis herumgesprochen, dass die Offerte von Alcatel-Lucent bei Bund und Ländern als wirtschaftlichstes Angebot eingestuft wurde, weshalb die Auftragsvergabe an Alcatel-Lucent seit langem als beschlossene Sache gilt. Trotzdem wird T-Systems vermutlich nicht ganz leer ausgehen.
Zuletzt waren in die politische Diskussion verstärkt Sicherheitsbedenken eingebracht worden, den Auftrag zum Betrieb des BOS-Netzes komplett an das französisch-amerikanische Unternehmen abzugeben. Vor diesem Hintergrund erwarten Branchenkenner, dass im Vertragskonstrukt zum Regelnetzbetrieb T-Systems auf Betreiben des BMI doch noch eine Aufgabezugeordnet wird: der Betrieb des Kernnetzes. |
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4. Januar 2010 - Das Beratungsunternehmen WIK-Consult hat im Auftrag des Verbandes Professioneller Mobilfunk e.V. (PMeV) die Studie "Mobilfunknetze für professionelle Anwendungen" veröffentlicht. In der 30-seitigen Studie analysiert WIK-Consult die Möglichkeiten und Einsatzbereiche von PMR-Systemen sowie insbesondere ihre wirtschaftliche Bedeutung auf einzel- und volkswirtschaftlicher Ebene und vermittelt die Potenziale von PMR für Entscheidungsträger. Das renommierte Beratungsunternehmen liefert einen Überblick über den PMR-Markt und die Leistungsfähigkeit der Mobilfunknetze für Professionelle Anwendungen. "Die vielfältigen und spezifischen Leistungspotenziale des Professionellen Mobilfunks sind bei vielen Entscheidungsträgern - etwa in Industriebetrieben, bei Versorgern oder in Öffentlichen Verwaltungen - noch nicht hinreichend bekannt. Hier vermittelt die Studie komprimierte und gleichzeitig wissenschaftlich fundierte Informationen", erklärt PMeV-Vorsitzender Peter Damerau die Zielrichtung der Studie.
Schutz vor Kommunikationsausfällen
Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Professioneller Mobilfunk Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Rechtssicherheit schafft. Die professionellen Nutzer bestimmen jeweils selbst, welchen Grad an Ausfallsicherheit, Vertraulichkeit und Integrität sie für ihren Einsatzzweck benötigen. Die wirtschaftlichen Vorteile, die PMR-Systeme bei ihren Anwendern erzeugen, gehen weit über den direkten Bereich der Kommunikation hinaus. Der PMR-Einsatz schafft zum einen Effizienzvorteile bei den Betriebs- und Fachprozessen. Zum anderen bewahrt das besondere Sicherheitsniveau des PMR vor den negativen Konsequenzen von Netzausfällen, die im Einzelfall einen hohen wirtschaftlichen Schaden nach sich ziehen können. Mit dem Schutz vor Kommunikationsausfällen bleiben somit den PMR-Nutzern insbesondere auch die potenziellen finanziellen Folgen von Ausfällen erspart.
Rechtliche Verpflichtungen
Auch rechtliche Gründe sprechen für den Einsatz von PMR. In einschlägigen gesetzlichen Vorschriften aus diversen Fachgebieten wie insbesondere dem Bevölkerungs- und Zivilschutz des Bundes und der Länder, dem Arbeitsschutz, dem Umweltschutz, den Vorschriften zur Schaffung von Versorgungssicherheit und den Vorschriften zu Transport und Verkehr wird eine unterbrechungsfreie und leistungsstarke mobile Kommunikationsinfrastruktur nach dem Stand der Technik vorgeschrieben. Nach Prüfung alternativer Konzepte führt diese rechtliche Verpflichtung zu mobiler Kommunikationstechnik auf hohem Sicherheitsniveau in der Regel zum Einsatz von PMR-Technologie.
WIK-Consult ist eine 100prozentige Tochter des Wissenschaftlichen Instituts für Kommunikationsdienste und Infrastruktur (WIK), das 1982 als Ideenschmiede des damaligen Postministeriums gegründet wurde. Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit stehen regulierungs- und ordnungspolitische Fragestellungen in den Bereichen Telekommunikation, Post, Energie, Bahn, Medien und Informationstechnologie. Getragen wird das WIK durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Die Studie kann als download auf www.pmev.de heruntergeladen werden.
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